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Die Bedürfnispyramide nach Maslow

By 13. Februar 2022März 28th, 2022No Comments

Der US-amerikanische Psychologe Abraham Maslow entwickelte Mitte des 20. Jahrhundert die sogenannte „Maslow’sche Bedürfnispyramide„. Diese dient als vereinfachtes Schema, um menschliche Grundbedürfnisse und Grundemotionen zu verstehen und zu hierarchisieren. Die Pyramide besteht aus 5 Kategorien, die aufeinander aufbauen und voneinander abhängen. Die Grundtheorie der Bedürfnispyramide besagt, dass Bedürfnisse erst auftauchen, wenn ihre jeweilige Basiskategorie erfüllt ist. Einige Bedürfnisse verschwimmen jedoch ineinander und sind nicht klar voneinander abzugrenzen.

Für mich als Designerin von Präsentation, ist das wissen, dass sich in dieser Pyramide verbirgt außerordentlich wichtig. Das Interesse von Menschen an bestimmten Leistungen und Produkten und welchen Preis sie dafür bereit sind zu zahlen, hängt davon ab, wo sie sich innerhalb der Pyramide befinden.
Gehen wir davon aus, dass jemand gerade in die Selbstständigkeit gestartet ist, dann herrscht bei ihm auch eine Verknappung vor. Die meisten beginnen auch in der Selbstständigkeit bei den physiologischen Bedürfnissen und arbeiten sich weiter nach oben. Das oberste Ziel aller Verkaufsaktivitäten ist das Erkennen dieser Tatsache.

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1. Stufe: Physiologische Bedürfnisse

Hier geht es um die grundlegenden, körperlichen Bedürfnisse: Wasser, Nahrung, Schlaf, Gesundheit und Sexualität. Diese haben Menschen und Tiere gemein. Sind die überlebenswichtigen und zentralen Bedürfnisse nicht erfüllt, spielen andere Bedürfnisse keine Rolle. Die physiologischen Bedürfnisse sind das Fundament der Pyramide und bilden den breiten Sockel. Das physiologische Bedürfnis kann jedoch fließend in die nächste Stufe übergehen, da körperliche Unversehrtheit und das Bedürfnis nach Schutz eng miteinander verwoben sind.

2. Stufe: Sicherheitsbedürfnisse

Diese Stufe erklärt sich von selbst. Menschen müssen sich geschützt und sicher fühlen. Sowohl in physischer, als auch in psychischer Hinsicht. Dabei geht es um räumlichen Schutz, die Abwesenheit von Gefahren und eine einschätzbare, unmittelbare Zukunft. Ist das Sicherheitsbedürfnis erfüllt, folgen weitere Bedürfnisse und Wünsche. Da bei Menschen Sicherheit und ein stabiles Gruppengefühl miteinander einhergehen, verschwimmen auch hier die Grenzen zur nächsten Stufe.

3. Stufe: Soziale Bedürfnisse

Für den sozial hochentwickelten Menschen sind soziale Bedürfnisse ein sehr wichtiger Faktor: Hier geht es um Ansprache, Körperkontakt und das Gefühl von Zugehörigkeit. Bei hilflosen Babies und Kleinkindern ist das soziale Bedürfnis sogar mit Stufe 1 und 2 gleichzusetzen, da sozialer Umgang für sie überlebenswichtig ist. Doch auch bei Erwachsenen hört das starke Bedürfnis nach sozialem Umgang nicht auf. Ist das Sozialbedürfnis erfüllt, baut sich das nächste auf.

4. Stufe: Individualität

Da der Mensch über Selbstbewusstsein verfügt, hat er das Bedürfnis, als einzigartige und individuelle Person anerkannt zu werden. Dies fängt damit an, einen eigenen Vornamen zu haben und hört damit auf, mit seinen eigenen Besonderheiten und Fähigkeiten gesehen und anerkannt zu werden. Während Stufe 3 das Bedürfnis beschreibt, zu einer Gruppe zu gehören, von ihr angenommen und beschützt zu werden, beschreibt Stufe 4 beinahe das Gegenteil. Hier geht es um das Abheben von der Gruppe und das Herausstellen der eigenen Besonderheit. Interessant ist, dass der Wunsch nach Individualität erst entstehen kann, wenn das Bedürfnis nach sozialer Zugehörigkeit erfüllt ist, nicht umgekehrt.

5. Stufe: Selbstverwirklichung

Sind alle untenliegenden Bedürfnisse erfüllt, bildet sich der Wunsch nach Selbstverwirklichung aus. Hier geht es um die Beziehung zum „Ich“ und dem Selbstbild, aber auch um die Sicherung der anderen, untenliegenden Bedürfnisse. Es geht darum, die eigenen Fähigkeiten zu erkennen und optimal einzusetzen, um Ideen und Vorstellungen, die man von sich selbst hat, real werden zu lassen. Dies kann sich künstlerisch, beruflich oder sozial äußern. Die Selbstverwirklichung stabilisiert alle anderen Bedürfnisse: Sie sichert das Überleben, die Anerkennung einer Gruppe und die Individualität.

Sicherlich wird sich die Bedürfnispyramide in den nächsten Jahren verändern. Eine spannende Frage ist beispielsweise, was nach der obersten Stufe der Pyramide kommt und welche Bedürfnisse sich langfristig in eine Wohlstandsgesellschaft ausbilden. Die Maslow’sche Pyramide bleibt ein spannendes und anschauliches Raster, um Menschen und ihre Bedürfnisse zu verstehen.

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