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PowerPoint Präsentationen

Erfolgreiche Messepräsentation erstellen

Auf der Messe ist die Situation häufig stressig und die Zeit knapp getaktet. Das bedeutet auch, dass vieles nur angeteasert wird und nach dem „Hey Joe“-Prinzip gemacht werden muss.

Was man auf Messen braucht, sind kurzweilige Präsentationen, die eine gewisse Anziehungskraft haben und animiert sind.

In den letzten Jahren wurden immer mehr animierte Präsentationen gestaltet, und das hat einen klaren Grund: Animierte Präsentationen wirken intelligenter und durch die Bewegung entsteht mehr Show und Dynamik. Das kommt gut an.

Parissa Kahvand Spezialistin für Präsentationen im B2B. rauschsinnig PowerPoint-Agentur

Ich bin Partissa Kahvand und spezialisiere mich auf Präsentationen für B2B. Mit meinem Content möchte ich Ihnen die Vorteile und Herausforderungen der Präsentationsgestaltung näherbringen, damit keiner von uns je wieder in einer langweiligen Präsentation sitzen muss.

Lassen Sie uns gemeinsam die wichtigsten Punkte einer Messepräsentation entdecken

Beginnen wir mit der Storyline. Wie oft waren Sie schon bei Meetings, bei denen der Präsentator erst die Firma vorstellt, vielleicht eine Agenda durchgeht und dann zu den Produkten übergeht – alles genau wie erwartet und wie es das Lehrbuch vorschreibt?

Wir lassen diese Frage offen, denn obwohl solche Präsentationen ihre Ziele erfüllen, fehlt oft das gewisse Etwas.

Um Menschen wirklich zu begeistern, müssen wir den Mut haben, aus der Schablone auszubrechen. Für eine Messepräsentation sollte dies der Maßstab sein. Es geht nicht darum, Raketen durch die Lüfte fliegen zu lassen oder abgehobene Frisuren zu präsentieren. Es geht um eine Klarheit, die begeistert, weil Sie mit Ihrer Darbietung ein Angebot sichtbar machen, das konkret Probleme löst – einfach und ohne den Betrachter herauszufordern oder zu überladen.

 

Der Beginn einer Messepräsentation ist entscheidend

Haben Sie bereits Erfahrungen mit einer anderen Herangehensweise für Präsentationen gemacht? Eine, bei der der Präsentator zu Beginn, noch bevor er sich selbst vorstellt, Ihnen ein Versprechen gibt, eine mutige These in den Raum wirft oder Ihr drängendstes Problem anspricht und Ihnen eine Lösung verspricht?

Denken Sie auch an Präsentationen, die mit einer Bestätigungsrunde starten, wo der Präsentator sich mindestens fünfmal Ihre Zustimmung sichert, bevor er überhaupt seine Produkte vorstellt. Solche Präsentationen sind ideal für Messen, da der Präsentator dann nur noch seine Punkte abarbeiten muss und Ihnen quasi das Häppchen mit dem Löffel reichen muss, vorausgesetzt, er hat sich vorab gründlich mit Ihren Bedürfnissen auseinandergesetzt.

Stellen Sie sich vor, wie es wäre, wenn eine Präsentation direkt auf der ersten Folie Ihre Bedürfnisse anspricht. Wie fühlt es sich an, wenn jemand den Schmerzpunkt Ihrer Vertriebsstrategie aufspürt? Sie würden denken, dass diese Person wirklich Erfahrung hat, wenn sie das erfasst.

 

1. Die richtige Sales-Story für die Messepräsentation

Die Sales-Story ist entscheidend. Beachten sie das Sales-Story nicht Storytelling ist. Der Beginn einer Präsentation legt nicht nur den Ton fest, sondern auchdie Gliederung und das Design. In der Grafik sehen Sie, wie sich die Storyline ändert, wenn das Opening geändert wird.

Gliederung-einer-Präsentation

Wir benötigen einen spannenden Anfang: Openingsatz und Argument

Wie kommen Sie also nach der ersten Informationsrunde zu einer bombensicheren Sales-Story? Wir benötigen einen Openingsatz, und diesen entwickeln wir, indem wir alles auf den Kopf stellen, die Bedürfnisse der Kunden genau betrachten, den Nutzen gegenüberstellen und daraus den größten Nutzen herausarbeiten. Diesen Prozess wiederholen wir aus unterschiedlichen Perspektiven.

Im Kontext von Messen, wo Zeit eine kritische Rolle spielt, ist es essentiell, Ihre Argumente klar und prägnant zu strukturieren. Dabei ist es hilfreich, Zahlen zu verwenden, da alle Argumente quantifizierbar und in einer logischen Abfolge von Punkten präsentiert werden sollten. Dies bietet den Teilnehmern einen unmittelbaren Überblick über die Vorteile.

Wie finden wir diese? Folgen Sie diesen Schritten, bis Sie am Ende verschiedene Varianten entwickelt haben:

Aufgabe 1: Sammeln

  • Produkt beschreiben
  • Zielgruppe definieren
  • Pain Points der jeweiligen Zielgruppen identifizieren
  • Den Nutzen genau in Stichpunkten herausarbeiten

Aufgabe 2: Schärfen

  • Informationen sortieren. Nur das bleibt an Information, was nötig ist, alles andere brauchen wir nicht
  • Jetzt den größten Pain Point identifizieren
  • Ein Nutzen formulieren, der direkt auf den Pain Point antwortet

Aufgabe 3: Openingsatz aus dem Nutzen entwickeln und die Argumente formulieren

Daraus entwickeln Sie verschiedene Varianten von Openingsätzen und drei Argumenten, so in etwa:

Openingsatz: „Mit unserer Software werden Sie 30% mehr Sichtbarkeit erreichen.“

Ihre Argumentation könnte folgendermaßen aussehen:

  • Weil …

Das ist das Gerüst, um das sich alles dreht.

Aufgabe 4: Varianten entwickeln

Machen Sie jetzt Gedankenexperimente und testen Sie unterschiedliche Openings durch. Und seien Sie mutig, keiner sieht Sie, probieren Sie auch ungewöhnliche Openings, das öffnet Ihre Gedanken für neue Impulse und unter der Dusche kommt dann die Idee schlechthin.

 

2. Folien erstellen mit Inhalten

Nach dieser Übung wird es einfacher. Nun geht es darum, Ihre Sales-Story zu entwickeln. Öffnen Sie PowerPoint und legen Sie 10 Folien an. Beginnen Sie damit, Ihren Inhalt auf diesen Folien zu verteilen. Fügen Sie in die anderen Folien die bekannten Inhalte Ihres Unternehmens ein. Achten Sie auch hier darauf, nur die wichtigen Punkte mit auf die Messe zu nehmen; der Rest bleibt zu Hause.Folglich:

  1. Opening
  2. Problem (bezieht sich direkt auf die Startfolie und Argumente)
  3. Argument 1
  4. Argument 2
  5. Argument 3
  6. Leistungen
  7. Das Unternehmen
  8. Referenzen
  9. Zusammenfassungsfolie/Angebot
  10. CTA

 

3. Gestaltung der Messepräsentation

Bei der Gestaltung spielen natürlich viele Faktoren eine Rolle, darunter auch das Corporate Design des Unternehmens. Da bei Messepräsentationen immer ein Präsentator dabei ist, verzichten wir auf vollständige Sätze und arbeiten stattdessen mit Stichpunkten. Wenn Sie diesen Teil bereits bearbeitet haben, sollten Sie nun recht leere, weiße Flächen auf Ihren Folien sehen. Ziel ist es, Leeräume zu bewahren; versuchen Sie also nicht, die Folie mit zu vielen Gestaltungselementen zu füllen.

Verzichten Sie auf kostenlose Vorlagen aus dem Internet. Erstens ist die Anpassung an die eigenen Inhalte oft nervenaufreibend und zweitens könnten Sie Pech haben, dass ein anderer dieselben Vorlagen nutzt. Wenn Ihre Story wirklich gut ist, könnten Sie sie sogar auf einem weißen Blatt präsentieren.

Messepräsentation-von-rauschsinnig

Diese Tipps können Ihnen helfen, Ihre Präsentationen nicht nur informativ, sondern auch visuell ansprechend und leicht verständlich zu gestalten.

Je weniger Sie machen, desto besser ist es für die Messepräsentation. Übergestaltung ist ein häufiges Problem, das Präsentationen überladen und gedrängt wirken lässt – und das spüren die Menschen. Es ist anstrengend, solche überfüllten Flächen zu betrachten. Vergessen Sie nicht, dass auf Messen oft viel Trubel und Stress herrschen. Setzen Sie daher auf ruhige Folien ohne Schnickschnack. Oftmals benötigen Präsentationen nicht viel, um wirkungsvoll zu sein. Also schätzen Sie die Leere und nutzen Sie sie zu Ihrem Vorteil.

Lesen Sie auch: Wirkungsvolles Design in PowerPoint: ultimativer Leitfaden

Weniger Text ist mehr Inhalt

Auf manchen Internetseiten findet man Tipps zu Größenangaben für Schriften, doch das ist im digitalen Raum oft nicht praktikabel. Feste Schriftgrößen sind im digitalen Design nicht mehr zeitgemäß, da die Größe einer Schrift stark vom jeweiligen Design abhängig ist und variabel gestaltet werden sollte, um auf verschiedenen Geräten optimal dargestellt zu werden.

Im Design ist es wichtig, dass sich die Elemente hierarchisch auf den ersten Blick unterscheiden, daher ist eine angemessene Formatierung essentiell. Die Überschrift sollte am deutlichsten hervorstechen, gefolgt von den Untertiteln, während der Fließtext kleiner als die Untertitel sein sollte.

Eine einheitliche Schriftgröße lässt sich jedoch nicht festlegen, da dies vom Design abhängt, wie Sie auch an meinen Beispielen sehen können. Manchmal ist die Überschrift größer, manchmal kleiner. Beachten Sie jedoch Folgendes: Wenn Sie auf einem Laptop oder Tablet präsentieren, sollte der Text ohne Mühe lesbar sein.

Präsentation-Design

Bilder sorgen für emotionale Untermalung der Messepräsentation

Verwenden Sie themengerechte Bilder, die auf der Folie wirken. Suchen Sie in den Archiven nach Bildern, die die richtigen Emotionen zu Ihren Aussagen vermitteln. Bilder dienen als Verstärker Ihrer Botschaft. Nutzen Sie großformatige Bilder, um visuelles Interesse zu wecken und Ihre Aussage zu unterstreichen. Vermeiden Sie kleine Bildschnipsel oder unscharfe Bildchen, da diese das Layout überladen, unsauber wirken und unübersichtlich machen können.

Aufzählungen nutzen: Zahlen und Icons

Nummerierte Aufzählungen sind in Präsentationen besonders effektiv, weil sie das Gedächtnis des Publikums gezielt ansprechen und den „Recency-Effekt“ nutzen. Das menschliche Gehirn bevorzugt klare Strukturen und reagiert besonders positiv auf Zahlenfolgen, was dazu beiträgt, dass Informationen besser erinnert werden. Durch die klare, numerische Gliederung am Ende einer Präsentation werden die Kernbotschaften prägnant vermittelt und bleiben nachhaltig im Gedächtnis.

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Animation: Die Krönung auf Messen

Animationen heute haben nichts mehr mit den 90ern zu tun. In den Beispielen sehen Sie, wie smart animierte Präsentationen aussehen können und wie viel möglich ist.

Weitere Tipps für Ihr Design:

  • Nutzen Sie die vorgefertigten Formen in PowerPoint oder erstellen Sie eigene Grafiken direkt im Programm, um komplexe Informationen anschaulich zu machen.
  • Halten Sie sich an das Corporate Design Ihres Unternehmens. Verwenden Sie ein konsistentes Farbschema, das Ihre Marke widerspiegelt und die Lesbarkeit der Inhalte unterstützt. Nehmen Sie nicht Ihre Lieblingsfarbe, sondern eine Branchenspezifische.
  • Überladen Sie Ihre Folien nicht mit zu vielen Informationen. Effektive Leeräume (White Space) können die Lesbarkeit verbessern und dazu beitragen, dass die Hauptpunkte herausstechen.
  • Verwenden Sie Animationen sparsam und zielgerichtet, um wichtige Punkte hervorzuheben, ohne die Zuschauer abzulenken.

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