Skripte für Präsentationen sind für den Erfolg im Sales von zentraler Bedeutung. Nur mit einem durchdachten Skript wirken Präsentierende selbstsicher, gestalten Folienübergänge souverän und vergessen dabei nicht, den Teilnehmenden gezielt Informationen zu entlocken, die sie direkt in den Vortrag einfließen lassen können.
In diesem Beitrag zeige ich, welche Probleme bei der Erstellung auftreten können und wie Sie zu einem passenden Skript für Ihre Präsentation gelangen – inklusive der Aufgaben, die dabei berücksichtigt werden sollten für erfolgreiche Kundenkontakte.
Skripte für Präsentationen sind der Schlüssel zu erfolgreichen Abschlüssen im Sales
Mein erster Job war 1998 im Telefonvertrieb für ein Unternehmen, das Investitionspakete verkauft hat. Damals hatten wir ein kleines Skript für unsere Telefonate bekommen. Es war wirklich banal geschrieben und fing genauso an, wie man es sich vorstellt: „Guten Tag Herr/Frau XY, mein Name ist XY und ich möchte mit Ihnen heute über …“ Zugegeben – die Firma war keine Luxusmarke, und wir saßen zu fünfzehnt in einer miefigen Kellerbude.
Der Job hat mir wirklich den Rest gegeben. Ihr wisst schon: auflegen, beschimpfen, die Devise war „Augen zu und durch“.
Etwas später habe ich bei Otto Versand gearbeitet, im gleichen Bereich, nur dieses Mal für B2B-Upselling. Dort lief das schon ganz anders. Wir bekamen eine ganztägige Schulung inklusive eines detaillierten Skripts für unsere Kundengespräche. Da klang ich dann längst nicht mehr wie eine Praktikantin, die eigentlich in die Poststelle wollte. Das war schon professioneller und hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, vorbereitet, auf ein Verkaufsgespräch zu gehen.
Vor allem, wenn die Präsentation im Kopf vollständig durchgespielt wurde, macht das den Unterschied.
Es fühlt sich dann beinahe an, als hätte man sie bereits real erlebt.
Damals dachte ich: „Skripte sind doch nur ein Hilfsmittel für Anfänger!“ Seit ich mich professionell mit dem Thema Sales beschäftige und mich mit meiner Agentur rauschsinnig darauf spezialisiert habe, weiß ich es besser.
Profis nutzen Skript
Gerade die Top-Verkäufer und erfahrensten Profis nutzen Skripte und zwar nicht nur eins, sondern oft mehrere Varianten, die sie komplett verinnerlicht haben und je nach Bedarf schnell abrufen können.
Das Skript als Basis für überzeugende Verkaufsgespräche und Präsentationen
Skripte für Präsentationen sind keine bloße Liste von Stichpunkten auf einer Folie, sondern eine ausformulierte Vorlage, die genau vorgibt, welche Sätze und Formulierungen Sie in Ihrem Gespräch vor Publikum verwenden. Es dient nicht dazu, mechanisch heruntergebetet zu werden, sondern als Trainingstool, das Ihnen hilft, Ihre Botschaft sicher und flüssig zu übermitteln.
Nicht nur inhaltlich, sondern auch sprachlich.
Denn erst, wenn Sie das Skript so gut verinnerlicht haben, dass Sie es hoch und runter sprechen können, kommt die natürliche Flexibilität. Sie können es in Echtzeit variieren, auf den Kunden eingehen und trotzdem sicherstellen, dass Ihre Kernbotschaft rüberkommt.
Das ist der Trick, den die Top-Verkäufer nutzen: Sie sind vorbereitet, aber nicht steif.
Skript für Ihre Präsentationen, der entscheidende Punkt:
Je besser die Sätze formuliert sind, desto mehr wirken Sie im Gespräch, als hätten Sie eine sehr hohe sprachliche Kompetenz. Das ist nicht „Fake“, sondern Übung.
Wenn Sie immer wieder dieselben Sätze komplett üben, dann werden diese greifbar und abrufbar. Sie müssen nicht lange überlegen, die Formulierungen kommen einfach, auch unter Stress. Und je mehr Varianten Sie sich erarbeiten, desto flexibler und eloquenter wirken Sie in Gesprächen.
Das ist die Basis dafür, dass Sie auch spontan überzeugend antworten können.
Wie erstellen Sie ein Skript für Ihre Präsentation?
- Stellen Sie sich gedanklich einen ganzen Termin mit Ihrem Kunden vor.
Überlegen Sie, wie Sie das Publikum begrüßen, welche Fragen oder Einwände kommen könnten, wie Sie den Nutzen Ihres Angebots auf den Punkt bringen und wie das Gespräch abgeschlossen wird. - Schreiben Sie jeden Satz auf, den Sie sagen wollen.
Formulieren Sie es genau so, wie Sie es im Gespräch sagen würden. Keine Stichpunkte, sondern ausformulierte Sätze. Nur so entsteht der Fluss, der Ihnen später das sichere Auftreten ermöglicht. - Planen Sie innerhalb der Präsentation Gesprächsmomente ein.
Dieser Punkt zählt zu den wichtigsten in einer Präsentation. Oft ist nicht klar, an welcher Stelle der Kunde konkrete Bedürfnisse hat. Deshalb sollten fehlende Informationen als gezielte Fragen in den Vortrag eingebaut werden – möglichst so, als kämen sie spontan. Zusätzlich helfen kurze Rückfragen an das Publikum, um ins Gespräch zu kommen und eine offenere Atmosphäre zu schaffen. - Denken Sie dabei an einen realen Kunden.
Das macht das Skript lebendig und praxisnah. Überlegen Sie auch: Welche Rückfragen könnte dieser Kunde stellen? Welche Einwände? Schreiben Sie auch dafür Formulierungen auf. - Üben Sie Ihr Skript, bis Sie es flüssig sprechen können.
Wenn Sie es im Schlaf können, kommt die Flexibilität von ganz allein. Dann können Sie das Skript wie eine Schablone nutzen, die Sie je nach Bedarf anpassen – aber die Basis bleibt immer stabil.
Mein Tipp: Üben Sie mit ChatGPT als Sparringspartner
Ich übe meine Präsentationen oft mit ChatGPT. Dabei weise ich der KI eine Rolle zu – zum Beispiel „Du bist jetzt ein skeptischer Kunde, der wissen will, warum dieses Produkt für ihn relevant ist“. Dann führe ich ein Gespräch mit der KI, die mir Fragen stellt und Einwände einbringt, auf die ich reagieren muss.
Das ist ein hervorragendes Training: Sie lernen, das Skript fließend und ohne Zögern zu sprechen, selbst wenn spontane Einwände kommen. Außerdem schärfen Sie Ihr Gespür für Formulierungen und den Gesprächsfluss.
Schritt-für-Schritt-Fragen zur Entwicklung von Skripten
Machen Sie sich den Einstieg nicht unnötig schwer.
Ich beginne ein Skript häufig nur mit Überschriften, genauso wie bei Texten. Erst danach fülle ich diese mit Beschreibungen. Im ersten Schritt entsteht oft eine große Menge Text, die ich anschließend schrittweise reduziere.
Wichtig zu Beginn: Sammeln Sie Ideen, schreiben Sie großzügig und lassen Sie den Gedanken freien Lauf.
1. Ziel und Zielgruppe der Präsentation klären
- Was möchte ich anbieten?
- Wer ist meine Zielgruppe?
- Was ist mein Ziel in dieser Präsentation?
2. Bedürfnis und Nutzen der Zielgruppe definieren
- Welche Probleme löse ich für dieses Publikum?
- Welches Bedürfnis spreche ich bei der Zielgruppe an?
- Welchen konkreten Nutzen biete ich für dieses Bedürfnis?
- Welche Vorteile hebt mein Angebot hervor?
- Welche Informationen führen zum Kaufabschluss bzw. zu den definierten Zielen?
3. Struktur des Gesprächs für das Skript entwerfen
- Wie beginne ich mein Gespräch? (z. B. Begrüßung, Einstieg, Hook)
- Wie stelle ich mein Angebot vor?
- Wie verknüpfe ich das Angebot mit dem Nutzen für den Kunden?
- Kann ich ein Versprechen oder eine Garantie einbauen?
4. Vorbereitung auf Kundeneinwände
- Welche typischen Fragen oder Einwände könnten kommen?
- Wie antworte ich darauf präzise und überzeugend?
5. Vertrauen aufbauen und Sicherheit geben
- Was benötigt der Kunde, um mir zu vertrauen: Erfahrung in Jahren? Zertifikate? Firmen, bei denen ich gearbeitet habe?
- Bei Unternehmen sind es dementsprechend dann Unternehmensdaten.
- Wer betreut den Kunden später? (Team, Service, Nachbetreuung)
6. Abschluss des Gesprächs
Wie schließe ich mein Gespräch ab? (Zusammenfassung, Call-to-Action, Fragerunde)
Wie verbinden Sie die Fragen mit einer Präsentation?
Danach ist der Schritt vom geschriebenen Skript zur fertigen Präsentation überraschend einfach. Sobald Ihr Skript für die Präsentation geschrieben ist, können Sie es als inhaltliches Fundament für Ihre Folien verwenden:
- Die Begrüßung des Publikums und der Einstieg werden als erste Titelfolie oder Hookpoint dargestellt.
- Die Kernaussagen und Hauptargumente aus dem Skript lassen sich als prägnante Punkte oder visuelle Elemente aufbereiten.
- Selbst die Antworten auf mögliche Einwände können als Zusatzfolien oder Notfallfolien integriert werden.
- Sie können auch noch einmal entscheiden, wann für bestimmte Inhalte wirklich eine Folie nötig ist. Manchmal ergibt es im Verlauf einer Präsentation mehr Sinn, Botschaften nur per Stimme zu vermitteln, statt sie auf einer Folie zu zeigen.
Mit einem gut geschriebenen Skripten für Ihre Präsentation haben Sie den Vorteil, dass Sie die Inhalte bereits durchdacht haben. Sie haben die Interaktion mit dem Publikum schon im Kopf durchgespielt.
Der Weg vom geschriebenen Text zur Präsentation ist also kurz.
Über die Autorin:
Ich bin Parissa Kahvand, arbeite seit über 20 Jahren in der Kreativwirtschaft und bin die Einzige, die auf dem deutschen Markt strategische Verkaufs-Storys entwickelt. Präsentationen, Kaufentscheidungen und die Frage, wie man Bedürfnisse erfüllt und Ziele erreicht, beschäftigen mich täglich. In meinen Artikeln über Sales greife ich Inhalte auf, die mich begeistern.
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